• Gedichte

    9. Flugzeug

    Das ist das Pumpen eines Herzens, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Das ist der Wind von Erinnerung an den letzten morgenschönen Strandtag mit dem Liebsten. Es ist das Leben nach dem Jetzt, das mich nicht mehr überraschen noch enttäuschen wird, mir sagt ruhig zu bleiben, gehen zu lassen, was gehen soll. Es ist der kurze Atemaussetzer nach dem letzten Luftholen. Der kurze Flug vor dem Fall in die schiere Unendlichkeit. Alles an schiefem Lächeln verzerrt zu erstarrtem Grauen. Grau der Sitz. Grau meine Welt, in der ich den Aufprall nicht mehr spüren werde.

  • Gedichte

    8. Siegerlächeln

    Einatmen. Ausatmen. Stärke fließt. Berauscht und nun erklarend. Ein Schloss, eine Festung, ein Block. Die Mauern so hoch, so undurchdringlich, so schön stark. Gewappnet der Zukunft. Belehrt durch die Vergangenheit. Nun aktiv in der Gegenwart. Bewusst. Ein Panzer. In ihr und um sie. Gegen jeden, der es wagt, sie zu senken. Gelernt das Schwert zu führen. Weise genug zu wissen, dass sie am Anfang steht, aber entschlossen darin, dass alles zu schaffen ist. Mit Wille und Mut. Scharfen Blickes, kalt fokussierend. Eiskalt. Lächelnd. Kein Verliererlächeln mehr. Brachial. Siegend und stolz. Entgleitend. Dir. Kein Verlust ihrerseits. Sich selbst gefunden und geeredet. Trotz Entwurzelung. Neue Wurzeln geschlagen. Festere, Weitere, Tiefere. Sich den…

  • Lifestyle

    15. Geheimtipps in Heidelberg

    Tolle Orte gibt es in Heidelberg zahlreiche. Doch mit dem Besuch des Schlosses oder des Philosophenweges ist noch lange nicht alles abgedeckt! 1. Die Wieblinger Neckarwiese Kaum ein:e Tourist:in wird sich nach Wieblingen verirren, aber gerade in den Sommermonaten lädt die weitläufige Wieblinger Neckarwiese (nicht zu verwechseln mit der bekannteren Neckarwiese in der Heidelberger Innenstadt) zum Entspannen und Baden in dem kleinen Nebenfluss des Neckars ein. Zwar findet man hier auch viele Einheimische, aber Sie wollen ja schlißlich das echte Heidelberg kennenlernen. 2. Die Thingstätte Versteckt im Wald liegt die Thingstätte. Die Freilichtbühne auf dem Heiligenberg hat eine wechselhafte Vergangenheit, denn sie wurde während des Dritten Reichs zu Propagandazwecken gebaut.…

  • Uncategorized

    6. Streben

    So still die Welt verschont von allem Streben. So still das Feld verschont von allen Reben. So still der Mensch verschont von allem Reden. Ruhe überzieht den Äther aller Leben. So still das Herz im Weben, tausend Bände zerrissen hat er, der Schmerz im Streben.

  • Gedichte

    1. Am Fenster

    Und funkelnd, blitzend, strahlend schießt mir der feinen Lichter Glanz ins Aug‘. Sitze da am Fenster, doch die Sehnsucht treibt mich raus. Was mag in dieser holden Welt noch Wunderbares schlummern? Mich erretten aus dem Strom der Zeit? Mir mystisch leise neue Wege zeigen? Drum wart‘ ich hier. Die Enge ist nicht mehr Teil von mir. All das ängstliche Zagen macht mich nicht mehr wund. Viel zu groß ist der des Lebens Leidenschaften Durst, der mich durchströmt zu jeder Stund‘. Nur wundern kann ich, wo des nächsten Pfades Ende mir wird kund.

  • Gedichte

    2. Des Kummers weiche Wogen

    Des Kummers weiche Wogen mich so zärtlich grausam überspülen. Lange war’s die Zeit der Ebbe, hat sich sacht und leis um mein Angesicht gelegt, genoss die frische Brise, die des Meeres Weiten mir in meine Welt gelegt. Nun dreht sich der Wind, Gezeiten wandeln sich. Ein Blick nach vorn, nicht zurück. Ach Herz, bleib mir treu. „Das Steuerrad dreh’n! Zurück ans Land!“, ruft die Angst. „Hiss die Segel noch höher“, das Leben. „Mach die Schotten dicht!“, die Angst. Doch so halte ich Kurs und mag der Wind mich ach so ferne leiten, so habe ich doch nur einen einz’gen Wunsch: Herz, bleib mir treu, bleib mir treu. „Herz, bleib mir…

  • Gedichte

    3. Verdirb mir

    An den, der mir verdirbt Verdirb in der Hölle zundernd Schlund. Nahmst viel, gabst nichts. Des Himmels Flüche auf dich hernieder, der Hölle Segen über dein Antlitz. Wähnest du etwa, ich hätte aufgegeben? Nicht ich mich, aber ich dich. All die Taten nur zu deiner Gunst. Ach, wie begrenzt ich dachte. Glaubte nicht Höheres zu erklimmen. Wähnte Festungen, wo mich freie Gärten umfingen. Glaubte nicht Besseres zu verdienen. Wähnte Begrenzung, wo Entgrenzung herrschte. Hier steh ich nun, die Weiten des Landes um mich, die Unendlichkeit des Kosmos über mir Felsenfest nicht nur mein Stand, Auch die Gewissheit darauf, dass Großartiges sich anbahnt. Was vor einem guten Jahr begründet, noch lodernd…

  • Gedichte

    5. bad rap

    Swallow your pride. Give me your light. Hold on tight tonight. My future’s bright. Finally satisfied. I am my own bride. I’ve been too nice. Now, look into my eyes. See the fire. Just admire. Don’t be a fucking crier. Time’s up. fighting for luck don’t give a fuck I won’t duck You’re just a mug Can’t be bothered. Can’t be stressed. Just suppressed. I’m doing too well. Go to hell. Looking at the sky. Won’t believe your lie. Heaven is mine. I do nothing but shine. Freedom has a name. Goddamn, it’s mine. Can’t be bothered. Can’t be stressed. Just suppressed. I’m doing too well. Go to hell. I…